Die Bundesregierung betont gerne, wie wichtig ihr eine nachhaltige und zukunftsfähige Politik ist. Doch ihre Haushaltsplanung spricht eine andere Sprache: Ausgerechnet bei der Energieforschung will sie massiv kürzen.
Um rund 30 Prozent sollen die Mittel für neue Forschungsprojekte sinken. Damit gefährdet die Bundesregierung ein über Jahrzehnte gewachsenes Innovationsökosystem aus Forschungseinrichtungen, kleinen und mittleren Unternehmen und großen Industrieunternehmen.
Dieses Ökosystem ist eine wichtige Grundlage für Innovationen und Produkte „Made in Germany“. Hier entstehen neue Technologien, die unsere Energieversorgung klimafreundlicher, effizienter und unabhängiger machen. Und hier werden die Grundlagen für ganze Wertschöpfungsketten geschaffen – von der Erzeugung erneuerbarer Energien über ihren Transport hin zu ihrer Nutzung und Speicherung.
Was über Jahrzehnte aufgebaut wurde, lässt sich aber nicht beliebig herunter- und wieder hochfahren. Die Kürzungen treffen insbesondere junge Wissenschaftler*innen, deren Stellen häufig über Forschungsprojekte finanziert werden. Wenn Projekte nicht mehr starten können, gehen nicht nur Arbeitsplätze verloren, sondern auch Wissen, Kompetenzen und Innovationspotenzial. Und damit genau die Menschen, die unsere Energieversorgung von morgen gestalten sollen.
Wer heute bei der Energieforschung spart, gefährdet die Innovationen von morgen. Die Bundesregierung riskiert damit nicht nur Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Wertschöpfung, sondern auch unsere technologische Souveränität und die Widerstandsfähigkeit unserer Energieversorgung.
Nachhaltige Politik bedeutet, langfristig zu denken und heute die Grundlagen für eine gute Zukunft zu schaffen. Mit ihren Kürzungsplänen tut die Bundesregierung das Gegenteil.