Private Pools taugen nicht als Erklärung für Brandenburgs strukturelles Wasserproblem. Zwar kann ihre Befüllung den individuellen Wasserverbrauch deutlich erhöhen und in Trockenperioden lokal zu problematischen Verbrauchsspitzen führen. Landesweit bleibt ihr Anteil am Wasserverbrauch jedoch vergleichsweise gering – für die einmalige Befüllung aller privaten Pools wird überschlägig rund eine Million Kubikmeter Wasser benötigt. Dem steht ein langfristiger Rückgang der Wasserspeicherung in Brandenburg gegenüber, der grob in einer Größenordnung von mehreren zehn Millionen Kubikmetern pro Jahr liegen dürfte.
Die öffentliche Debatte darf sich deshalb nicht auf private Haushalte und ihre Pools verengen. Notwendig ist ein umfassendes Maßnahmenpaket: mehr Transparenz über Wasserentnahmen, verursachergerechte Entgelte, klimafeste und unabhängige Genehmigungsverfahren, eine klare Priorisierung bei Nutzungskonflikten sowie Maßnahmen, die Wasser länger in Böden, Landschaften und Grundwasser halten.
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