Meilenstein für Sprache und Bildung
Zu den heute vorgestellten Studiengängen für das Lehramt Primarstufe mit dem Fach Sorbisch/Wendisch am Campus Senftenberg der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg sagt die Brandenburger Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Beratenden Ausschusses für Fragen des sorbischen Volkes im Deutschen Bundestag Andrea Lübcke:
„Die neuen Studiengänge sind ein echter Meilenstein für die Stärkung der sorbischen und wendischen Sprache und Kultur in Brandenburg. Die Sprache von Minderheiten ist weit mehr als ein Mittel der Verständigung – sie ist Ausdruck von Identität, Geschichte und kulturellem Erbe. Wenn eine Sprache verloren geht, verschwindet auch ein Teil der Kultur und der Lebenswirklichkeit der Menschen, die sie sprechen.“
Mit dem neuen Angebot wird die Ausbildung von Lehrkräften gezielt ausgebaut. Diese können Sorbisch und Wendisch unterrichten. So wird die Grundlage geschaffen, dass Kinder die Sprache früh lernen und selbstverständlich im Alltag nutzen. Erstmals werden damit Grundschullehrkräfte für das Fach Sorbisch/Wendisch ausgebildet. Das Vorhaben geht auf Initiativen im Landtag aus dem Jahr 2022 in der vergangenen Wahlperiode zurück, in der die Bündnisgrünen in Brandenburg an der Regierung beteiligt waren und wichtige Impulse für den Schutz und die Förderung von Minderheitensprachen gesetzt haben.
Die Bündnisgrünen setzen sich auch im Bundestag dafür ein, den Schutz nationaler Minderheiten zu stärken und die Förderung von Regional- und Minderheitensprachen weiter auszubauen.
„Die Stärkung der sorbischen und wendischen Sprache ist ein Gewinn für Brandenburg und für ganz Deutschland. Wir setzen uns dafür ein, den Schutz nationaler Minderheiten zu stärken und die Förderung von Regional- und Minderheitensprachen bundesweit voranzubringen. Dazu gehören bessere Bildungsangebote und mehr Sichtbarkeit im Alltag“, so Lübcke.
Die kulturelle und sprachliche Identität von Minderheiten soll als Teil der Gesellschaft anerkannt und dauerhaft geschützt werden. Zudem verfolgen die Bündnisgrünen das Ziel, die sprachliche Vielfalt in Deutschland zu stärken und gefährdete Regional- und Minderheitensprachen besser zu fördern. Dazu gehört, die Nutzung dieser Sprachen im Alltag sichtbarer zu machen, etwa in Bildung, Medien und öffentlichen Einrichtungen.