Lübcke drängt auf schnelle Umsetzung
Beim lange angekündigten deutsch-polnischen Jugendticket kommt endlich Bewegung in die Sache. Auf eine Anfrage der Brandenburger Bundestagsabgeordneten Dr. Andrea Lübcke (MdB) hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Christian Hirte, mitgeteilt, dass Deutschland und Polen bei den bilateralen Regierungskonsultationen am 1. Dezember 2025 den gemeinsamen Wunsch bekräftigt haben, einen Deutsch-Polnischen Freundschaftspass (Jugendticket) im Sommer 2026 umzusetzen.
„Das ist ein wichtiges Signal – und ein echter Fortschritt für junge Menschen in Brandenburg und in Polen“, erklärt Lübcke. „Ein gemeinsames Jugendticket kann Austausch, Begegnungen und spontane Reisen über die Oder hinweg deutlich erleichtern. Gerade in unserer Grenzregion ist das ein großer Gewinn.“
Nach Angaben des Staatssekretärs laufen derzeit die Abstimmungen mit der polnischen Seite sowie den nationalen Eisenbahnunternehmen. Dabei müssen unter anderem noch Fragen zur konkreten Vergabe und zu den Nutzungsbedingungen geklärt werden. Auch die genaue Anzahl der Tickets pro Land ist Gegenstand der Gespräche.
Dr. Lübcke macht deutlich, dass nach den Ankündigungen nun die Umsetzung zählen muss. Sie erinnert daran, dass der Deutsche Bundestag die finanziellen Mittel bereits bereitgestellt hat. „Damit sind die Voraussetzungen geschaffen – jetzt muss die Umsetzung endlich Fahrt aufnehmen“, sagt Lübcke.
Lübcke nimmt auch den CDU-Verkehrsminister Patrick Schnieder aus Rheinland-Pfalz in die Pflicht. „Wir vertrauen darauf, dass der Minister auch die Grenzregionen im Osten ernst nimmt. Brandenburg darf bei solchen Zukunftsprojekten nicht hinten runterfallen.“
Während mit Frankreich bereits ein Freundschaftsticket für junge Menschen auf den Weg gebracht wurde, braucht es nun dieselbe Entschlossenheit gegenüber Polen. Für Brandenburg als Grenzland wäre ein deutsch-polnisches Jugendticket mindestens genauso bedeutsam wie die Kooperationen im Westen.
Das geplante Ticket hätte besonders in Brandenburg eine große Bedeutung. Als Brückenland zwischen Deutschland und Polen sei es entscheidend, dass junge Menschen sich ohne große Hürden begegnen können – ob für Schulprojekte, Städtepartnerschaften, Jugendaustausch oder einfach für einen Ausflug in die Nachbarregion. „Das Jugendticket ist gelebte europäische Freundschaft“, so Lübcke. „Jetzt ist der Moment, die letzten Hürden aus dem Weg zu räumen.“